Anlage einer mageren Blühfläche mit Insektenburg im öffentlichen Raum
Graf-Zeppelin-Str. 7
53757 Sankt Augustin
NRW
Magere Blumenwiese für Wildbienen, Schmetterlinge, Insekten & Co. inklusive einer Insektenburg im öffentlichen Raum
Hangelar summt und brummt: Dieses umfangreiche Projekt haben zwei Eltern unserer Schule (Christiane Herweck und Markus Menke) ins Leben gerufen. Sie wollten den lokalen Bezug und ließen sich etwas Besonderes für Hangelar einfallen: die Anlage einer 180qm großen Blühfläche samt Insektenburg. Damit möchten sie dem dramatischen Insektensterben entgegenwirken und die von der Stadt Sankt Augustin zur Verfügung gestellte Fläche direkt an einem der Tore zum Wegesystem des Grünen C in ein Paradies für Bienen, Schmetterlinge, Käfer und sonstige Insekten verwandeln. Für Spaziergänger der Hangelarer Heide gibt es schon vor Fertigstellung viel zu beobachten. So wurde bereits die Grasnarbe der Fläche mit einem Traktor abgetragen. Auch die wie Bienchen umherschwirrenden Schüler der 6. Klasse der Waldorfschule sind ein Hingucker: Eifrig bauen sie eine Insektenburg und schaffen damit eine wertvolle und rar gewordene Brutstätte für Wildbienen, von denen 75 Prozent im Boden brüten.
Magerboden schafft Vielfalt: Herweck und Menke entschieden sich für das Anlegen einer sogenannten mageren Fläche. Nach dem Abtragen der Grasnarbe wird Sand in den Boden eingearbeitet, um einen nährstoffarmen Boden zu erhalten. Beim Saatgut fiel die Entscheidung auf eine regionale, bunt blühende, sehr artenreiche Sorten, deren Nektar und Pollen auch Nahrung für Insekten bietet, die auf diese Pflanzen spezialisiert sind und an keiner anderen Blüte Futter finden.
Die Einsaat erfolgte am Samstag, 6. April um 13 Uhr. Christiane Herweck und Markus Menke sprachen die Begrüßung und erklärende Worte, 3 Schülerinnen der Klasse 8 stimmten mit Haydn in die feierliche Einsaat ein. Dann ging es los: die roten Einsaatschürzen umgebunden, wurde das Saatgut von Herweck und Menke verteilt - den Säerspruch sprechend das Saatgut auf Kommando in zwei gegenüberliegenden Reihen ausgesät! Die Presse war entzückt von soviel Stimmung. O-Ton: "Das ist Waldorf!" Auch Carmen Rump vom Büro für Natur- und Umweltschutz der Stadt Sankt Augustin, Schwab, Hangelars Ortsvorsteher und Thomas Pätzold von den Grünen haben die Saat auf die Fläche gebracht. Nun hoffen wir, das die Saat gut angeht und schon bald von ersten gesichteten, seltenen Wildbienenarten berichten können.
Die Stadt Sankt Augustin über das Projekt: „Die Stadt Sankt Augustin freut sich sehr über das Engagement der Schule für die Natur. Die Blühfläche ergänzt perfekt unsere eigenen Bemühungen im Rahmen der Kampagne ,Stadtgrün naturnah‘“, so Landschaftsarchitektin Carmen Rump vom Büro für Natur- und Umweltschutz der Stadt Sankt Augustin. „Ich freue mich sehr, dass wir dann endlich einsäen können,“ sagt Christiane Herweck, und fügt hinzu: „Danach heißt es: Geduld haben – und der Blütenpracht beim Wachsen zusehen.“ Und schon bald wird eine bunte Blumenwiese und ein wohliges Gesumme die Spaziergänger an der Hangelarer Heide begrüßen.
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