Ein Dutzend Bäume für Waldorf 100
Augustenthaler Str. 25
56567 Neuwied
Deutschland
Die Waldorfschule in Neuwied pflanzte anlässlich des Waldorf 100-Jubiläumsprojektes "Bees & Trees neue Bäume.
Eltern an der Rudolf-Steiner-Schule Mittelrhein in Neuwied-Niederbieber pflanzten am 17. November 2018 ein Dutzend neue Bäume und noch etliche Büsche auf ihrem Schulgelände. Anlass für das ehrenamtliche Engagement ist das in 2019 weltweit gefeierte 100-jährige Jubiläum der Waldorfpädagogik. „Von den zahlreichen Ideen gefiel uns besonders „Bees & Trees! Ein Projekt bei dem es um die Schaffung von Lebensraum für Insekten, insbesondere für Bienen, geht, die wir ja ebenfalls an unserer Schule haben“, so Gerdi Horn von der Schulland-Initiative. „Doch es gibt noch weitere Fakten für unser Tun“, argumentiert sie weiter: „Ein Baum ist nachhaltig, da er für lange Zeit Sauerstoff erzeugt und damit dem CO2-Ausstoß etwas entgegensetzt, aber auch ein kleiner Schritt gegen die weltweite zunehmende Urbanisierung. Mit seiner ausströmenden Ruhe und Kraft pulsiert er gegen die Hektik und Automatisierung unserer heutigen Zeit. Und nicht zuletzt ist ein Baum tief verwurzelt in der Erde, ähnlich wie Rudolf Steiners Menschenkunde in der Waldorfpädagogik.“
„Unsere Schule ist jetzt auch schon 33 Jahre alt, und sie war ja nicht plötzlich einfach da. Es gab so viele Persönlichkeiten, die unsere Schule zu dem machten, was und wie sie heute ist. Auch dieses Engagement möchten wir mit den Bäumen erinnern und wertschätzen“, ergänzt Heike Thütt, Mutter und Hauptverantwortliche des Aktionstages. „Manche dieser Menschen wohnen noch in unserer Nachbarschaft und kommen uns vielleicht besuchen. Manche sind weit in die Welt gezogen und erleben das 100-jährige Fest an anderen Orten der Erde. Manche sind schon verstorben, auch daran denken wir“, so Frau Thütt weiter und endet ihren Beitrag damit, dass der Baum „tief verwurzelt und weit verzweigt“ das Sinnbild für das Leben überhaupt bedeutet. Damit sind die Aktivist*innen aber nicht alleine, denn weltweit versucht jede Waldorfschule mindestens einen Baum an ihrer Schule zu pflanzen und damit symbolhaft an die Gründung der ersten Waldorfschule auf der Stuttgarter Uhlandshöhe im September 1919 zu erinnern. In Neuwied ist der „Waldorf 100-Baum“ der zum Baum des Jahrtausends ernannte Ginkgo biloba. Er gilt als Mahnmal für Umweltschutz und Frieden (Kuratorium Baum des Jahres). Er hat eine unglaubliche Vergangenheit, wird von vielen Kulturen verehrt und ist das Symbol für einen Weltenbaum. Deshalb bekommt dieser Baum seinen Ort an einer zentralen Stelle des Schulhofes, der sich auch zur Begegnung eignet. Es geht darum, Zeichen zu setzen und eine Geste, die als »Entgegen-und-zusammen-Wachsen« verstanden werden kann.